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Fußball 24.03.2017 von Jannes Werk

1. Herren: Duell auf Augenhöhe, aber nur auf dem Papier!

Als die Spieler der TSG in der vergangenen Woche in die TSG WhatsApp-Gruppe schauten, erblickten sie eine Nachricht ihres Trainers mit etwa 20 Ausrufezeichen und bösem Unterton.

Heute muss man sich fragen, warum Du, lieber Trainer, dieses Spiel überhaupt verlegen wolltest. Beim Aufeinandertreffen im Heidestadion zu Schwanewede schossen wir den Gastgeber mit 5:2 (1:1) aus den eigenen vier Wänden.

Zugegebenermaßen mussten wir aus den verschiedensten Gründen, sei es beruflich, krankheitsbedingt oder einfach weil irgendetwas wichtiger war….-sowas gibts?- auf einige Akteuere aus dem Derby verzichten und entsprechend umstellen. Im Taktikhandbuch der Bundesliga steht aktuell oftmals eine 3er/5er-Kette, offenbar hat unser Trainerteam mal einen kurzen Blick reingeworfen, denn etwas verdutzt nahmen wir diese Aufstellung mit einer 5er-Kette zur Kenntnis und ließen uns mehr als positiv überraschen.
Es bedurfte zunächst einer kurzen Eingewöhnungsphase in das neue System und auch an die neuen Akteure. So hatten wir zunächst zwar einige Konter, spielten diese allerdings nicht konsequent zu ende. Bobby hatte die Aufgabe den „Toptorschützen“ aus dem Spiel zu nehmen und absolvierte das auch sehr gut. Aus eigentlich harmloser Position schoß der Schwanewede-Akteur gegen die Laufrichtung unseres Keepers zum 1:0 für die Gastgeber. Moral haben wir nun schon oft bewiesen und so hatten wir zunächst in Person von Malanda nach Kopfballablage von Feudel die Chance zum Ausgleich auf dem Schlappen. Kurz darauf zeigte uns der Roschinator seinen gepflegten Bizeps und warf den Ball punktgenau auf Feudels Fuß, der ihn in Stürmermanier entspannt über die Linie drückte.
Nach einem vermeintlichen Abseitstor von Malanda -nicht gegebene Tore in Schwanewede, da war doch was?- war auch schon der erste Spielabschnitt Geschichte. 
Nach 30 Sekunden der zweiten Halbzeit können wir von Glück sagen, dass wir noch ein Unentschieden haben, denn aus eigenen Anstoß produzierte der ansonsten bärenstarke Worthi einen brandgefährlichen Angriff für die Gäste.
Nach kurzem Verschnaufen ging denn die wilde Lokfahrt los und unser Gastgeber vergaß mit aufzuspringen. Der erste Express rollte wie so viele Angriffe über Roschen, dieser bugsierte das Leder per Flanke an den zweiten Pfosten, an dem Luca die Flanke mit dem Kopf unhaltbar ins lange Eck einnickte (1:2).
Kurz darauf belohnte sich Worthi für seine starke Leistung: Eckball Roschinator und unser Riese aus der Mitte nickt ein. Luca und Roschen waren es auch die maßgeblich am 1:3 beteiligt waren, in Tiki-Taka-Art Roschen auf Luca und Reverse kombinierten sie sich an der Eckfahne durch. Mit einem Schuss wie ein Pferd wurde der Ball flach auf den zweiten Pfosten geschlagen, an dem ein Stürmer wie immer richtig Stand - uns Feudel.
Die Lokfahrt auf dem TSG-ICE war aber noch nicht beendet. Nach einem Pass in die Tiefe von unserem (Achtung) Assist-Gott CR11 rannte Luca wie ein geölter Blitz allen davon und lupfte den Ball ins Glück.
Kurz vor Spielende nahmen wir auch noch den Gastgeber in die Pflicht und ließen die Nummer 7 seine Führung im Kampf um die Goldene Kanone weiter ausbauen.
Ein großes Lob an dieser Stelle auch an Bello, der uns beim Stand von 1:3 zwei mal im Eins-gegen-Eins den Arsch gerettet hat.
Allgemein hat die Mannschaft heute eine insgesamt starke Partie abgeliefert, von Kevin-Heinz hinten bis zu Jenni und Burn in der Spitze. 

P.S.: Svenni in wichtigen Spielen triffst du die dicken Ziegen :)