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Fußball 05.08.2013 von N/a

1. Herren: Viohl-Cup nach 12 Jahren gewonnen!

Als Lassaad Chaari den entscheidenden Elfmeter verwandelte, kannte der Jubel der Spieler der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf keine Grenzen mehr . Grölend liefen die Gastgeber des 22. Viohl-Cups von der Mittellinie los – allerdings nicht, um den Siegtorschützen zu feiern, sondern hinter TSG-Torhüter Carsten Bellmann her. Dieser hatte im Nervenkrieg gegen die Schützen des SV Lilienthal/Falkenberg gleich dreimal die Oberhand behalten und der TSG nach 2001 endlich wieder den Titel beim hauseigenen Turnier gesichert. "Eine tolle Leistung", lobte nicht nur TSG-Trainer Christian Arfmann seinen Keeper. Auch dessen Mitspieler trugen Bellmann nach dem lang ersehnten Sieg sprichwörtlich auf Händen.

Das Spiel zuvor hatte dagegen nur wenige Höhepunkte zu bieten. Bei hochsommerlichen Temperaturen mühten sich beide Teams mehr mit der Hitze als mit dem Gegner. Im Vorfeld des Finaltages hatten sich alle Mannschaften darauf verständigt, alle 20 Minuten eine kurze Trinkpause einzulegen. Doch auch die kurzen Unterbrechungen führten nicht zu besserem Fußball. Das Leder wurde größtenteils im Mittelfeld bewegt, große Möglichkeiten waren lediglich zu Beginn der finalen Partie zu verzeichnen und wurden in der Regel überhastet vergeben. "Das Spiel war besch...", gab TSG-Trainer Arfmann hinterher unumwunden zu, "aber was zählt, ist der Erfolg." Und der war für den Außenseiter letztlich verdient, weil ihnen im Elfmeterschießen eben mehr Treffer gelangen. Bis zum entscheidenden Elfmeterschießen sorgten die beiden Finalisten dagegen eher für Langeweile unter den rund 150 Zuschauern.

Im Spiel um Platz drei hatten sich zuvor die beiden eigentlichen Titelfavoriten aus Borgfeld und St. Jürgen gegenüber gestanden. Beide waren in ihren letzten Gruppenspielen jeweils nicht als Sieger vom Platz gegangen und mussten sich mit dem kleinen Finale zufrieden geben. Der deutliche 4:1 (2:0)-Sieg des Osterholzer Kreisligisten war für den Bremen-Ligisten eine ernüchternde Niederlage, "die wir und aber selbst zuzuschreiben haben", wie Borgfelds Co-Trainer Holger Meyer hinterher eingestand, "wir hätten vor allem in der ersten Hälfte einfach nur unsere vielen Chancen nutzen müssen, dann wäre das Spiel vermutlich anders gelaufen." Für seinen Gegenüber Enrico Berneking war der dritte Platz "eine kleine Wiedergutmachung für die unerwartete Niederlage vom Freitag." Das letzte Gruppenspiel hatte der TSV St. Jürgen überraschend gegen den späteren Turniersieger verloren, "weil wir die TSG auf die leichte Schulter genommen haben", wie Berneking zugeben musste. Im Spiel gegen Borgfeld zeigte sich sein Team allerdings bestens erholt und ging nach einem guten Spiel denn auch als verdienter Sieger vom Platz. Schade", so Berneking, etwas mehr hatten wir uns schon erhofft."

Quelle: weser-kurier.de