TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf e.V. - Newsartikel drucken


Autor: Mathias Engelken
Datum: 06.03.2021


Bericht über unseren Ehrenvorsitzenden

 
Fußball und die TSG WGE heißen die beiden sportlichen Leidenschaften von Manfred Grotheer. 28 Jahre lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Grasberger Vereins und auch als Ehrenvorsitzender steht er diesem zur Seite.
Fußball und die TSG WGE heißen die beiden sportlichen Leidenschaften von Manfred Grotheer. 28 Jahre lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Grasberger Vereins und auch als Ehrenvorsitzender steht er diesem zur Seite. (Foto: CARMEN JASPERSEN)
 

Grasberg. Manfred Grotheer hat Verantwortung übernommen. Als Funktionär der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf drehte er über Jahrzehnte an viele Stellschrauben des Vereins. Alleine 28 Jahre lang gestaltete er zwischen 1991 und 2019 als Vorsitzender die Geschicke des Klubs mit. Inzwischen ist er Ehrenvorsitzender des rund 925 Mitglieder zählenden Vereins und steht diesem auch als Ruheständler noch mit Rat und Tat zur Seite.

„Mir war es immer wichtig, auf das Gesamtgefüge zu achten“, beschreibt der ehemalige Vereinsvorsitzende sein Verständnis dieses Postens. Horst Schreiber hatte den TSG-Sportler und gelernten Bankkaufmann einst dazu überredet, im Vorstand mitzuarbeiten.

Als Kind hatte Manfred Grotheer zunächst auch das Turnen praktiziert, ehe er den Fußball-Sport für sich entdeckte und ihm auf Dauer treu blieb. Als Vereinschef indes war der inzwischen 74-jährige Rentner für das Wohlergehen aller Abteilungen verantwortlich. „Es schafft einem viele Begegnungen“, erzählt Grotheer über seine Zeit als Vereinsvorsitzender.

Dafür sorgten nicht zuletzt das Blasorchester und der Spielmannszug des Klubs, die sich über die Kreisgrenzen hinaus einen Namen machten. „Den Spielmannszug gab es schon 1923. Es ist eine uralte Tradition. Das Blasorchester, das seit 1978 besteht, habe ich 25 Jahre lang als Moderator der Weihnachtskonzerte begleitet“, sagt Manfred Grotheer. Er hält große Stücke auf die Musikerinnen und Musiker, und das Gemeinwohl der Instrumentalisten habe sich bis zu den Behörden herumgesprochen. „Das Finanzamt erkennt unsere Gemeinnützigkeit für Sport sowie für Kunst und Kultur an.“

Grotheer, der vor seiner Zeit als Vorsitzender von 1979 bis 1990 den Posten des stellvertretenden Vereinsvorsitzenden innehatte, wurde als Klubchef auch mit unerfreulichen Erscheinungen konfrontiert. Er erinnert sich an das Jahr 2010. Seinerzeit kehrte ein Großteil der Mitglieder aus der Handball-Abteilung nach Uneinigkeiten über Hallenzeiten dem Verein den Rücken.

Andere positive Ereignisse und Erlebnisse entschädigten den Neu-Rautendorfer für sein ehrenamtliches Engagement. Allen voran sind die Turngala mit Andreas Aguilar imm Jahr 1991 und das Elfmeterschießen gegen Profi Oliver Reck bei der Einweihung des zweiten Spielfeldes in Wörpedorf im Jahr darauf im Gedächtnis des Ehrenvorsitzenden haften geblieben.

Unter seiner Federführung entwickelte sich die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf mit dem Bau eines neuen Umkleidegebäudes im Jahr 1995 sowie der Einweihung einer Gymnastikhalle im Jahr 2001 weiter. „Da haben wir einen Kredit aufgenommen“, führt Manfred Grotheer aus. Der Klub unterstützte damals das Anliegen der Turnsparte mit 50.000 Mark. Darüber hinaus verbindet der langjährige Vorsitzende mit dem Jubiläum zum 100-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2012 schöne Begebenheiten.

Bei all seinem ehrenamtlichen Einsatz erfuhr der Mann, der in der Zeit von 2006 bis 2016 ebenfalls Mitglied im Grasberger Gemeinderat gewesen ist, die große Zustimmung seiner Ehefrau. „Ingrid hat mich immer unterstützt“, sagt Manfred Grotheer. Seine Partnerin ist selbst TSG-Angehörige und aktive Musikerin im Blasorchester.

Mit der Abgabe des TSG-Vorsitzes wurde Manfred Grotheer 2019 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In den Jahrzehnten seiner ehrenamtlichen Vorstandsarbeit bei der TSG WGE folgte er einem Zitat des Nobelpreisträgers Albert Schweitzer: „Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist nicht nur der beste Weg, andere zu beeinflussen, es ist der einzige.“

Die Corona-Pandemie und der verordnete Lockdown haben auch bei dem Ruheständler für Verdruss gesorgt.  „Das ist schon deprimierend. Die wenigen Möglichkeiten zum Sport haben wir im letzten Herbst wahrgenommen. Bleibt nur zu hoffen, dass es besser wird“, sehnt das TSG-Urgestein die Rückkehr zur Körperertüchtigung herbei. Der Ex-Vorsitzende hält sich auch im fortgeschrittenen Alter sportlich fit. Seit Jahren füllen Rückengymnastik, Nordic Walking und Radtouren seine Freizeit mit aus. „Ich habe jetzt wieder ein sportliches Gewicht, das ich als 17- bis 18-Jähriger hatte“, bemerkt Manfred Grotheer zufrieden.