header
Verein 19.03.2021 von Mathias Engelken

Volleyball bei der TSG

Verein 06.03.2021 von Mathias Engelken

Bericht über unseren Ehrenvorsitzenden

 
Fußball und die TSG WGE heißen die beiden sportlichen Leidenschaften von Manfred Grotheer. 28 Jahre lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Grasberger Vereins und auch als Ehrenvorsitzender steht er diesem zur Seite.
Fußball und die TSG WGE heißen die beiden sportlichen Leidenschaften von Manfred Grotheer. 28 Jahre lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Grasberger Vereins und auch als Ehrenvorsitzender steht er diesem zur Seite. (Foto: CARMEN JASPERSEN)
 

Grasberg. Manfred Grotheer hat Verantwortung übernommen. Als Funktionär der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf drehte er über Jahrzehnte an viele Stellschrauben des Vereins. Alleine 28 Jahre lang gestaltete er zwischen 1991 und 2019 als Vorsitzender die Geschicke des Klubs mit. Inzwischen ist er Ehrenvorsitzender des rund 925 Mitglieder zählenden Vereins und steht diesem auch als Ruheständler noch mit Rat und Tat zur Seite.

„Mir war es immer wichtig, auf das Gesamtgefüge zu achten“, beschreibt der ehemalige Vereinsvorsitzende sein Verständnis dieses Postens. Horst Schreiber hatte den TSG-Sportler und gelernten Bankkaufmann einst dazu überredet, im Vorstand mitzuarbeiten.

Als Kind hatte Manfred Grotheer zunächst auch das Turnen praktiziert, ehe er den Fußball-Sport für sich entdeckte und ihm auf Dauer treu blieb. Als Vereinschef indes war der inzwischen 74-jährige Rentner für das Wohlergehen aller Abteilungen verantwortlich. „Es schafft einem viele Begegnungen“, erzählt Grotheer über seine Zeit als Vereinsvorsitzender.

Dafür sorgten nicht zuletzt das Blasorchester und der Spielmannszug des Klubs, die sich über die Kreisgrenzen hinaus einen Namen machten. „Den Spielmannszug gab es schon 1923. Es ist eine uralte Tradition. Das Blasorchester, das seit 1978 besteht, habe ich 25 Jahre lang als Moderator der Weihnachtskonzerte begleitet“, sagt Manfred Grotheer. Er hält große Stücke auf die Musikerinnen und Musiker, und das Gemeinwohl der Instrumentalisten habe sich bis zu den Behörden herumgesprochen. „Das Finanzamt erkennt unsere Gemeinnützigkeit für Sport sowie für Kunst und Kultur an.“

Grotheer, der vor seiner Zeit als Vorsitzender von 1979 bis 1990 den Posten des stellvertretenden Vereinsvorsitzenden innehatte, wurde als Klubchef auch mit unerfreulichen Erscheinungen konfrontiert. Er erinnert sich an das Jahr 2010. Seinerzeit kehrte ein Großteil der Mitglieder aus der Handball-Abteilung nach Uneinigkeiten über Hallenzeiten dem Verein den Rücken.

Andere positive Ereignisse und Erlebnisse entschädigten den Neu-Rautendorfer für sein ehrenamtliches Engagement. Allen voran sind die Turngala mit Andreas Aguilar imm Jahr 1991 und das Elfmeterschießen gegen Profi Oliver Reck bei der Einweihung des zweiten Spielfeldes in Wörpedorf im Jahr darauf im Gedächtnis des Ehrenvorsitzenden haften geblieben.

Unter seiner Federführung entwickelte sich die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf mit dem Bau eines neuen Umkleidegebäudes im Jahr 1995 sowie der Einweihung einer Gymnastikhalle im Jahr 2001 weiter. „Da haben wir einen Kredit aufgenommen“, führt Manfred Grotheer aus. Der Klub unterstützte damals das Anliegen der Turnsparte mit 50.000 Mark. Darüber hinaus verbindet der langjährige Vorsitzende mit dem Jubiläum zum 100-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2012 schöne Begebenheiten.

Bei all seinem ehrenamtlichen Einsatz erfuhr der Mann, der in der Zeit von 2006 bis 2016 ebenfalls Mitglied im Grasberger Gemeinderat gewesen ist, die große Zustimmung seiner Ehefrau. „Ingrid hat mich immer unterstützt“, sagt Manfred Grotheer. Seine Partnerin ist selbst TSG-Angehörige und aktive Musikerin im Blasorchester.

Mit der Abgabe des TSG-Vorsitzes wurde Manfred Grotheer 2019 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In den Jahrzehnten seiner ehrenamtlichen Vorstandsarbeit bei der TSG WGE folgte er einem Zitat des Nobelpreisträgers Albert Schweitzer: „Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist nicht nur der beste Weg, andere zu beeinflussen, es ist der einzige.“

Die Corona-Pandemie und der verordnete Lockdown haben auch bei dem Ruheständler für Verdruss gesorgt.  „Das ist schon deprimierend. Die wenigen Möglichkeiten zum Sport haben wir im letzten Herbst wahrgenommen. Bleibt nur zu hoffen, dass es besser wird“, sehnt das TSG-Urgestein die Rückkehr zur Körperertüchtigung herbei. Der Ex-Vorsitzende hält sich auch im fortgeschrittenen Alter sportlich fit. Seit Jahren füllen Rückengymnastik, Nordic Walking und Radtouren seine Freizeit mit aus. „Ich habe jetzt wieder ein sportliches Gewicht, das ich als 17- bis 18-Jähriger hatte“, bemerkt Manfred Grotheer zufrieden.

Verein 25.02.2021 von Mathias Engelken

Duo mit Weltklang: Seedorf & Seedorf

Bericht vom 25.02.2021 in der Wümmezeitung unter der Rubrik FDSNGWAPDSNGW* von Tobias Dohr

Name: Wolfgang Seedorf

Spitzname: Watson

Verein: TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf

Alter: 65 Jahre jung

Lieblingsposition (auf dem Sportplatz): Torwart

Lieblingsposition (im Leben): Bei meinen Liebsten, inmitten meiner Familie.

Man erkennt mich an: Große Statur, laute Stimme.

Mit diesen drei Worten würde ich mich beschreiben: Teamplayer, humorvoll, vereinstreu.

Meine größte sportliche Leistung: Mit TV Lilienthal drei Aufstiege direkt hintereinander (Kreisliga, Bezirksklasse, Bezirksliga) als Stammspieler ohne eine Niederlage. Mit der TSG-Wörpedorf Aufstieg in die Bezirksliga, 2x AH-Bezirksmeister und Ü60-Niedersachsenmeister.

Die schlechteste Entscheidung, die ich in einem Spiel getroffen habe: Als ich bei einem Testspiel ausnahmsweise als Feldspieler ausgeholfen habe und ich mich in der letzten Spielminute bei einer Ecke mit vorne eingeschaltet habe. Ich bin dabei in der Luft mit dem gegnerischen Torwart zusammengestoßen und habe mich dabei sehr schwer verletzt. War nur dank der Top-Ärzte nicht das Ende meiner Fußball-Laufbahn.

Das mache ich als erstes, wenn ich ein Tor geschossen habe: Wird für mich wohl schwierig. Wenn, dann wahrscheinlich einen Salto, möglichst verletzungsfrei.

Was ich in einem Fußballspiel immer machen wollte, aber mich nie getraut habe: Ein Alleingang zum gegnerischen Tor um dort einzunetzen (leider fehlen mir dafür die fußballerischen Fähigkeiten).

Notbremse oder Gegentor zulassen? Notbremse (aber nur Festhalten, nichts Brutales).

Werder oder HSV? Natürlich nur der SV Werder, auch wenn es manchmal schwerfällt.

Meine Laufbahn als Filmtitel: „Watson im Fußball-Land – catch the ball if you can”

Meine schlimmste Angewohnheit: So etwas habe ich nicht, beziehungsweise kann mich an keine erinnern.

Wörter oder Phrasen, die du oft benutzt: Wenn mal Kritik bei einem Gegentor aufkommt: „Das Tor war für mich unhaltbar, denn sonst hätte ich den Ball ja gehalten!“

Die Auszeichnung zum Weltfußballer geht an: Olli Kahn & Clarence Seedorf (auch, weil er 2009 spontan zu einem Schnappschuss bereit war!)

Und im Landkreis Osterholz geht sie an? Der Titel fehlt in meiner Sammlung noch.

Mit wem würdest du niemals im Aufzug steckenbleiben wollen? Donald Trump.

Wenn ich drei Wünsche frei hätte…: 1. Noch einmal 20 sein – mit mehr Talent und Zutrauen beim Fußball; 2. Ewige Gesundheit für meine Familie und mich; 3. Weltfrieden.

https://ezeitung.weser-kurier.de/titles/weserkurier/6600/publications/161811/pages/6

Verein 24.02.2021 von Mathias Engelken

TSG Ideenbörse

Ende Dezember sind wir mit der Idee einer TSG Ideenbörse gestartet. Aus allen Sparten sollte ein Vertreter aus dem Erwachsenen- und Jugendbereich dabei sein, damit wir kein Bedürfnis vergessen.

Der erste digitale Termin war bereits am 7. Januar 2021 unter der Leitung von unserem 2. Vorsitzenden Oliver Müller, der die Koordination und Durchführung der Treffen in die Hand nimmt. Alle waren sich einig, dass es keine Grenzen bei der Ideenfindung geben soll und alle Gedanken erstmal aufgenommen werden. Nach dieser Sammlung stellte Oliver Müller dann ein grobes Konzept aus, u.a. wurde dort festgehalten, ob Ideen bereits kurzfristig, mittelfristig oder erst auf längerfristige Zeit umgesetzt werden können.

Bereits nach unseren ersten Treffen stehen die ersten neuen Angebote in den Startlöchern und warten nur darauf nach ersten Corona-Lockerungen zu starten. Oliver Müller war beeindruckt vom Engagement und Ideenreichtum der Mitglieder dieser Runde. Auch der 1. Vorsitzende, Mathias Engelken, freute sich über diese tollen Ergebnisse und gibt die bestmögliche Unterstützung von Vereinsseite. Wir freuen uns auch auf Anregungen von Nichtmitgliedern und versuchen bei Bedarf auch neue Angebote bei uns im Verein zu integrieren. Wer also eine tolle Idee hat bzw. sein Hobby bei uns vermisst kann sich gerne bei uns melden. Unsere Ansprechpartner für neue Angebote sind Thomas Oehlmann (toehlmann82@aol.com oder 0160/93046730) oder unser Hauptvorstand.  

Folgende neue Angebote starten demnächst:

Darts

Schach

Wandern

Fahrradfahren

Online Angebote von Viviana Trentin für Kinder , Jugendliche und Erwachsene

Verein 09.12.2020 von Mathias Engelken

In diesem Verein steckt Musik

Ein Alleinstellungsmerkmal hebt die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf aus der Fülle der Vereine des Osterholzer Landkreises heraus. Der Klub verfügt sowohl über ein Blasorchester als auch über einen Spielmannszug. Die Musiker verbreiteten in der Vergangenheit mit ihren harmonischen Klängen viel Freude unter den Zuhörern.

Der Spielmannszug ist in der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf fest verwurzelt. Bereits seit 1948 unterhalten die Freizeitmusiker bei diversen Veranstaltungen das Publikum. Die Sparte hat es sich auf die Vereinsfahne geschrieben, bei Volksfesten innerhalb und außerhalb des Landkreises Osterholz mit ihrem klingenden Spiel zum Gelingen der Festivitäten beizutragen. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie kocht der Spielmannszug aber nur noch auf Sparflamme. „Das Wichtigste ist für uns die Zusammenkunft, dass wir unter Leute sind“, gibt Spartenleiter Lars Behrens zu bedenken. Und genau das ist aktuell nicht möglich.

Der TSG-Spielmannszug der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf vor dem Reichstag in Berlin.
Der TSG-Spielmannszug der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf vor dem Reichstag in Berlin. (Fr)

Auch die für 2021 geplanten Aktivitäten wie die Einsätze bei Schützenfesten und Laternenumzügen sind mit einem Fragezeichen verbunden. „Es steht alles in den Sternen. Wie hoffen, dass die Laternenumzüge für die Kinder stattfinden können“, hat Behrens das Spielprogramm im neuen Jahr noch keineswegs abgeschrieben. Den letzten Einsatz erlebte der Spielmannszug beim Laternenumzug in Ihlpohl im November 2019. Neben den Schützenfesten sind auch die Turnfeste wichtig. So waren die TSG-Musiker 2017 auch beim Deutschen Turnfest in Berlin.

Der Spielmannszug bezieht gleichermaßen junge und alte Instrumentalisten ein. Der 14-jährige Nevio Sieling Wichels hatte seinen ersten Auftritt 2018 beim Schützenfest in Huxfeld. Ein unvergessliches Erlebnis. „Ich in der ersten Reihe mit meinem Lehrer Lars Behrens. Es war sehr aufregend. Mein Opa hat davon ein Video gedreht und Cola spendiert“, teilte Nevio Sieling Wichels mit. Durch Corona fehlt dem Jungmusiker seit elf Wochen der Unterricht. Allein ist es für den Schüler schwierig zu üben.

 
Doris Hasloop Sczuka ist seit 1981 aktive Musikerin. Die TSG-Sparte gibt ihr viel Halt. „Der Anreiz, um im Spielmannszug mitzuwirken, ist die Gemeinschaft und die Freude, die mir das Musizieren bereitet. Es gibt eine gute Mischung von Menschen und jeder wird so akzeptiert, wie er ist“, stellt Hasloop Sczuka heraus. In Zeiten von Corona vermisst die Hobbymusikerin das gemeinsame Üben an den Probeabenden sowie den Austausch untereinander.

Mit dem Blasorchester besitzt der Verein ein weiteres Aushängeschild. „Wir leiden noch mehr unter den Corona-Auflagen“, betont Spartenleiter Axel Jagels. Im Dezember stehen für die TSG-Bläser, die seit 1978 bestehen, im Regelfall wichtige Advents- und Weihnachtskonzerte an. Die Pandemie hat den Auftritten einen Riegel vorgeschoben. Mitte März war ein Konzert im Sendesaal in Bremen vorgesehen. Corona verhinderte das Gastspiel. „Wir sind breit aufgestellt. Darauf sind wir stolz“, weist Anja Hartenberger auf die Vielfalt im Blasorchester hin. 2019 war der Besuch beim Bundesmusikfest in Osnabrück ein echtes Highlight. „Das Erlebnis im Orchester ist ein Anreiz für die Kinder, weiter zu machen“, lobt Silke Bohnacker, die seit den Anfangsjahren dabei ist, das Gemeinschaftsgefühl der Abteilung. Die älteren Mitglieder im Blasorchester haben nebenbei eine Tradition bewahrt – sie unterhalten sich zumeist in der plattdeutschen Sprache.

Verein 09.12.2020 von Mathias Engelken

Die fußballerischen Meilensteine des Claus Drewes

Für den Fußballer Claus Drewes hielt das Vereinsleben bei der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf tolle Momente bereit. Als Spieler und Trainer war der gelernte Betriebsschlosser an unvergessenen Erlebnissen beteiligt. „Wir hatten damals wirklich gute Leute“, sagt Drewes beispielsweise zum Bezirkspokalsieg im Jahr 1970. Mit 2:0 nach Verlängerung zwang die Elf von Trainer Horst Wedemeyer den TV Sottrum bei Bullenhitze in die Knie.

Heinrich Kück und Sigmar Brandt erzielten die Tore. Max Ihli war es, der den TSG-Kasten im Bezirkspokalfinale sauber hielt. „Wir haben damals bei Thoss gefeiert bis zum nächsten Morgen“, bekräftigt Mittelfeldakteur Drewes, dass nach dem Pokaltriumph im damaligen Vereinslokal eine richtige Sause abging. Bereits Jahre zuvor lieferte König Fußball dem begeisterten Fahrradfahrer ein unvergessliches Event. Mit der Wörpedorfer A-Jugend kam Drewes 1966 in den Genuss, im Weserstadion das Vorspiel vor dem Bundesliga-Duell des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart (1:2, 28 000 Zuschauer) absolvieren zu dürfen.

Der meist als Linksaußen auflaufende Drewes reihte sich beim 4:2 gegen Werders B-Jugend zweimal in die Trefferliste ein. Fünf Jahre später, 1971, unterlag die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf dem Bundesligisten SV Werder Bremen in einem Testspiel vor rund 1000 Zuschauern mit 1:5. Eckhard Deterding gelang ein Dreierpack. „Du konntest gar nicht so schnell schauen, wie die Spieler an uns vorbeiliefen“, sind Drewes vor allem die Tempovorteile des Erstligisten in besonderer Erinnerung geblieben. Auch als Trainer haben sich dem HSV-Fan einige Spiele nachhaltig ins Gedächtnis eingebrannt. Allen voran das Freundschaftsspiel gegen den damaligen DDR-Oberligisten Chemnitzer FC direkt nach der Wende (1990). Die Wörpedorfer mussten sich unter Interimscoach Claus Drewes nach toller Gegenwehr nur mit 1:2 beugen.

„Ein besonderes Kompliment gilt unserem Torhüter Rainer Grimm, denn was der gehalten hat, ging nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut“, sagte Drewes vor 30 Jahren der hiesigen Presse. 600 Zuschauer säumten die TSG-Sportanlage. Thomas Schomaker gelang gegen das Team von CFC-Trainer Hans Meyer der vielumjubelte Ehrentreffer. Der inzwischen 69-jährige Drewes engagierte sich auf vielfache Weise bei der TSG: als Jugend-, Herren- und Altherrentrainer sowie auch als Platzwart. Dem heutigen Fußball steht der Meisterspieler und -trainer kritisch gegenüber. „Du siehst selten Doppelpässe“, stellt er fest – und zu viel Ballgeschiebe mindert den Unterhaltungswert.

Der Originalbericht ist auf der Seite der Wümme Zeitung abzurufen. https://www.weser-kurier.de/region/lokalsport/osterholzer-kreisblatt-wuemme-zeitung-lokalsport_artikel,-die-fussballerischen-meilensteine-des-claus-drewes-_arid,1948304.html

Verein 09.12.2020 von Mathias Engelken

Karl-Heinz May: EIn Leben für die Platte

Karl-Heinz May lebt beim Tischtennis seine pure Leidenschaft aus. Der 68-jährige Rentner ist untrennbar mit der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf verbunden. „Wir haben früher auf dem Schulboden gespielt“, kennt Karl-Heinz May noch ganz andere Zeiten mit dem weißen Plastikball. Seit 1959 frönt der gelernte Werkzeugmacher dem Tischtennissport. „Man konnte immer übers Land ziehen“, denkt das TSG-Original gerne an etliche Haltestationen seiner Schaffenszeit zurück, ehe er im vergangenen Jahr den Schläger gesundheitsbedingt zur Seite legen musste.

Karl-Heinz May spielte an der Platte auf Kreis- und Bezirksebene, brachte es immerhin bis in die ehemalige Bezirksoberliga Stade. Die einstigen deutschen Spitzenspieler Eberhard Schöler und Wilfried Lieck waren echte Vorbilder für den TSG-Spieler. Seine Art, Tischtennis zu spielen, musste er im Laufe der Jahre indes umstellen. Beziehungsweise musste er dem Alter Tribut zollen. „Bis 42 habe ich offensiv gespielt, dann wurde das Spiel zu schnell für mich“, erklärt May. Von da an agierte er eher defensiv.

Erfahrungen sammelte der Multi-Funktionär (Sport- und Jugendwart, Staffelleiter) in seinem Sport reichlich, und er gibt sie gerne an den Nachwuchs weiter. „Wenn die Jugendlichen mich schlagen konnten, dann wusste ich, dass ich den Jungs ordentlich was beigebracht habe“, hält der TSG-Akteur zufrieden fest.

Keine Frage: Karl-Heinz May hat sich um den Tischtennissport in der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf verdient gemacht. Mit Stolz blickt das langjährige TSG-Mitglied auf Leistungsnadeln in Bronze, Silber oder Gold sowie auf zahlreiche Urkunden. Tischtennis ist dabei nur eine Leidenschaft des Karl-Heinz May. Fußball hat einen ebenso bedeutsamen Stellenwert. Der Werder-Fan ist bei Heimspielen der TSG bereits seit mehreren Jahren Stadionsprecher. Zumindest normalerweise.

„In Corona-Zeiten bleibe ich  aber zu Hause und sitze vor dem Computer“, erklärt er. Karl-Heinz May ist vor allem traurig darüber, dass aktuell die Sportkontakte fehlen. Erst recht nach dem Ende der aktiven Zeit. Eine Rückenoperation 2019 zwang ihn dazu, kürzerzutreten. „Momentan bin ich auf dem Abstellgleis. Ich hoffe aber immer noch auf den dritten oder vierten Frühling“, gibt Karl-Heinz May noch nicht ganz auf, vielleicht irgendwann wieder an die Platte zurückkehren zu können. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Der Bericht wurde von der Wümme Zeitung, Reiner Tienken, übernommen, der Originalbericht ist auf der Homepage der Wümme Zeitung abrufbar.
https://www.weser-kurier.de/region/lokalsport/osterholzer-kreisblatt-wuemme-zeitung-lokalsport_artikel,-karlheinz-may-ein-leben-fuer-die-platte-_arid,1948303.html

Verein 09.12.2020 von Mathias Engelken

Nina Krumbmüller: Das Nesthäkchen im Vorstand

Nina Krumbmüller engagiert sich in ihrem Stammverein nicht nur sportlich, sondern auch ehrenamtlich in der Turnsparte der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf. Mit erst 21 Jahren gehört die Grasbergerin überdies dem TSG-Vorstand an. „Ich habe das Amt angenommen, um noch genauer hinter die Kulissen schauen zu können, was Vorstands- und Vereinsarbeit angeht“, bemerkt die Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement.

Bei den Turnern bekleidet Nina Krumbmüller den Posten der stellvertretenden Spartenleiterin. Sie ist dabei auch mit dem Ziel angetreten, ihre eigenen Ziele und Vorstellungen durchzusetzen. „Ziel wird es auf jeden Fall sein, dass die einzelnen Sparten in Sachen Jugendarbeit gemeinsame Projekte auf die Beine stellen“, gibt Nina Krumbmüller als Marschroute vor.

Darüber hinaus möchte die Abiturientin des Schoofmoor-Gymnasiums mehr Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern. Die Turnerin fühlt sich bei der TSG, bei der sie groß geworden ist, sehr gut aufgehoben. Ein besonderer Höhepunkt war für die Grasbergerin der erste Meistertitel in der Weserliga 1 mit dem TSG-Team (2015). Dem folgten noch vier weitere Meistertitel im Turnsport.
Der Bericht wurde von der Wümme Zeitung, Reiner Tienken, übernommen, der Originalbericht ist auf der Homepage der Wümme Zeitung abrufbar.https://www.weser-kurier.de/region/lokalsport/osterholzer-kreisblatt-wuemme-zeitung-lokalsport_artikel,-nina-krumbmueller-das-nesthaekchen-im-tsgvorstand-_arid,1948302.html
 

Verein 01.12.2020 von Mathias Engelken

Vereinsscheine

Es wurden bereits 552 gesammelt, macht weiter so...

Verein 31.10.2020 von Mathias Engelken

Zuwachs im TSG Vorstand

Jugendarbeit als Schwerpunkt

Bericht von Undine Mader vom Weser-Kurier/ Wümme-Zeitung vom 28.10.2020. Der Originalbericht kann über https://www.weser-kurier.de/region/wuemme-zeitung_artikel,-jugendarbeit-als-schwerpunkt-_arid,1941263.html aufgerufen werden
 
Der Sprungtisch ist das liebste Gerät von Turnerin Nina Krumbmüller. Im September wurde die 21-Jährige auf der Jahreshauptversammlung der TSG WGE zu einer weiteren Stellvertreterin des Vorsitzenden Mathias Engelken gewählt.
Der Sprungtisch ist das liebste Gerät von Turnerin Nina Krumbmüller. Im September wurde die 21-Jährige auf der Jahreshauptversammlung der TSG WGE zu einer weiteren Stellvertreterin des Vorsitzenden Mathias Engelken gewählt. (Foto: Tom Wesse vom Weser-Kurier)

Grasberg. Das rechte Bein gerade nach vorn gestreckt, nur die Fußspitze tippt auf den Hallenboden – so konzentriert sich die Turnerin Nina Krumbmüller gut eine Minute, bevor sie zum Bocksprung ansetzt. Dass sie seit September eine der stellvertretenden Vorsitzenden der Turn- und Sportgemeinschaft Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf (TSG WGE) ist, geschah um einiges spontaner. Sie brauchte keine 30 Sekunden, sich dafür zu entscheiden. Ihre Spartenleiterin Marion Schnakenberg habe sie zur Wahl vorgeschlagen, sie sagte ja und kurz darauf war sie schon einstimmig zur zweiten Stellvertreterin neben Oliver Müller gewählt. Damit wurde die 21-Jährige zum jüngsten Vorstandsmitglied des Vereins, was zugleich die Verjüngung des Vorstands fortsetzt, die mit der Nachfolge von Mathias Engelken auf Manfred Grotheer im vergangenen Jahr begonnen hat.

„Ich wurde ins kalte Wasser geworfen“, lacht Nina Krumbmüller über die spontane Wahl. Sie habe zugestimmt, „um mal zu gucken, was in der Vereinsarbeit generell drin steckt“ und wovon man als normales Mitglied, das zum Training gehe, nichts mitbekomme. Statt einfach zu meckern, stellt Krumbmüller lieber Fragen und weiß dann, wie Entscheidungen zustande kommen.

Als Knirps beim Mutter-Kind-Turnen begann Nina Krumbmüllers Vereinsleben bei der TSG WGE, nach einer Pause kehrte sie als Grundschülerin zurück und seit der 5. Klasse ist sie aktive Leistungsturnerin. Inzwischen macht sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, im Verein wurde sie von der Spartenleiterin Turnen, Marion Schnakenberg, in die Trainingsorganisation eingebunden. Da konnte der logische Schritt nur sein, Krumbmüller in die Spartenleitung zu holen. Im März sei sie ebenfalls auf Marion Schnakenbergs Vorschlag zur stellvertretenden Spartenleiterin gewählt worden, erzählt die junge Frau denn auch.

Spartenübergreifend vernetzen

Krumbmüller ist nun für zwei Jahre in den TSG-WGE-Vorstand gewählt. Mit geholfen hat sie in dem aktuell rund 950 Mitglieder zählenden Verein schon länger. Ohne Amt hat sie sich bei der Organisation von Kinderfasching und Laternelaufen, als Betreuerin bei Sporttagen und Freizeiten eingebracht. Die Jugendarbeit sieht Krumbmüller als ihr künftiges Arbeitsfeld im Vorstand. Damit erfolgt das, was Engelken mit seinem Amtsantritt verknüpft hatte: Er wolle die Arbeit auf mehr Schultern verteilen. Und saßen bislang eher ältere Vereinsmitglieder bei den Jahreshauptversammlungen, könnte sich das durch Krumbmüllers Einsatz ändern. Sie wolle Jüngere motivieren, ebenfalls an der Versammlung teilzunehmen. Doch nicht nur das.

Nina Krumbmüller versteht sich auch als Netzwerkerin. Sie will die Jugendwarte spartenübergreifend mehr in Kontakt bringen und auf diese Weise auch Veranstaltungen für bestimmte Altersgruppen initiieren. So könnten auch neue Freundschaften unter Gleichaltrigen entstehen, die einander bei den unterschiedlichen Trainings nicht begegnen und doch alle demselben Verein angehören. Der Gedanke gefällt dem Vorsitzenden Engelken. Er stimmt zu: „Im Moment ist das noch so ein Eigenleben.“

Als einen „begleitenden Einstieg“ empfindet Nina Krumbmüller ihre ersten Wochen im Vorstand der TSG WGE. „Wenn ich Probleme haben sollte, dann kann ich jeden fragen.“ Zudem plant Mathias Engelken für die insgesamt noch ziemlich neu zusammengesetzte Vereinsführung, sich vom Kreissportbund Osterholz per Weiterbildung unterstützen zu lassen. Und dann ist da noch der Sport. „Ich gehe sehr gern zum Training“, erzählt Krumbmüller. Zeit dafür bleibt ihr durch die Ausbildung nur noch einmal in der Woche. Während des Lockdowns habe sie daheim Kraft- und Dehnungsübungen gemacht, damit sie nicht ganz einroste. Jetzt gelten im Training strenge Hygieneregeln mit viel Desinfektion, und sogar auf ihrem Lieblingsgerät, dem Sprungtisch, liegt eine Gummimatte. Die lässt sich besser desinfizieren, begründet Krumbmüller. Aber nicht an jedem Tag steht Sport auf ihrem Programm. „Ich habe auch meine faulen Tage“, sagt Krumbmüller.

Der Start ins Vorstandsamt findet für Nina Krumbmüller in einer Zeit statt, da pandemiebedingt vieles „auf Eis liegt“, so Mathias Engelken. Das betrifft auch das nächste Laternelaufen, das abgewandelt als Laternenfest Ende Oktober stattfinden sollte. Dazu sei der Verein mit dem Findorff-Heimatverein in Kontakt, so Krumbmüller. Dann erzählt sie, wie sich Bockwurstverkauf und Getränkeausgabe auf dem Findorffhof konform zu geltenden Hygienevorschriften gestalten lassen. „Es wäre schön, wenn das stattfinden könnte, gerade weil die Jugend viele Ausfälle hat“, so Mitorganisatorion Nina Krumbmüller. Wobei der Vorsitzende und seine Stellvertreterin sich da schon gleichermaßen zwiegespalten geben. Sie wollen weder einen Hotspot noch ein sogenanntes Superspreader-Event in Grasberg schaffen oder für einen lokalen Lockdown verantwortlich sein. Zwei Tage später hat die Realität ihnen diese Entscheidung abgenommen. „Vorbehaltlich Covid-19-Beschränkungen“ stand als Zusatz zum Laternelaufen im Vereinskalender, und Ende vergangener Woche erhielt die TSG WGE die Information, dass sie das Laternenfest nicht durchführen dürfe. Statt dessen wolle sich der Verein an der Aktion „Laternen-Fenster“ beteiligen, teilt Mathias Engelken mit.

Zurück 1
Beitragsarchiv